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Steuerrecht

Zwangsvollstreckung gegen Kinder wegen Steuerschulden der Eltern rechtmäßig

Kinder, die von ihren Eltern Grundvermögen übernommen haben, müssen die Zwangsvollstreckung in diesen Grundbesitz dulden, wenn die Eltern Steuerschulden haben, entschied das Hessische Finanzgericht.

Datenspeicherung aufgrund Steuer-ID-Erteilung ist verfassungsgemäß

Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass die Zuteilung der Identifikationsnummer und die dazu beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) erfolgte Datenspeicherung mit dem Grundgesetz vereinbar sind.

BFH zum häuslichen Arbeitszimmer als Tätigkeitsmittelpunkt

Der Bundesfinanzhof hat in gleich zwei Urteilen erstmals zur Neuregelung der Abzugsmöglichkeiten von Aufwendungen für häusliche Arbeitszimmer als Werbungskosten entschieden.

Flugbegleiterin kann Kosten für eine nachfolgende Berufsausbildung in voller Höhe absetzen

Eine Flugbegleiterin kann auch dann die Kosten für eine spätere Berufsausbildung uneingeschränkt steuerlich als Werbungskosten geltend machen, wenn sie außer der betriebsinternen Schulung bei einer Fluggesellschaft keinen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf erlernt hat. Dies entschied das Finanzgericht Köln mit Urteil vom 12.12.2011.

BFH: Keine Korrekturen nach Verjährung

Nach Ablauf der Verjährungsfrist soll Rechtssicherheit darüber einkehren, was der Steuerpflichtige aufgrund einer Steuerfestsetzung zu zahlen hat und was ihm zu erstatten ist, entschied der Bundesfinanzhof (BFH).

Doppelte Haushaltsführung bei nichtehelicher Lebensgemeinschaft

Mit Urteil vom 20. Dezember 2011 hat das Finanzgericht Münster zur Frage der Anerkennung einer doppelten Haushaltsführung bei einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft Stellung genommen.

Ausschluss des Sonderausgabenabzugs bei beschränkt Steuerpflichtigen europarechtswidrig?

Das Finanzgericht Münster hat entschieden, dass die Steuervorschrift, wonach der Sonderausgabenabzug bei beschränkt Steuerpflichtigen ausgeschlossen ist, gegen Europarecht verstößt, wenn dauernde Lasten für eine Übertragung inländischen Vermögens geleistet werden.

Steuerstundungsmodelle: Rückwirkende Beschränkung der Verlustverrechnung ist verfassungsgemäß

Das Finanzgericht Baden-Württemberg hat entschieden, dass die rückwirkende Beschränkung der Verrechnung von Verlusten aus sog. Steuerstundungsmodellen mit verfassungsrechtlichen Vorgaben vereinbar ist.

Selbstständig Tätige können nur eine Betriebsstätte haben

Arbeitnehmer können nur eine regelmäßige Arbeitsstätte haben, somit kann auch ein selbstständig Tätiger nur eine Betriebsstätte haben, erklärte das Finanzgericht Baden-Württemberg.

Kinderbetreuungskosten: Auch bei geplantem Wiedereinstieg in den Job abziehbar

Nach Auffassung des FG Düsseldorf können Kinderbetreuungskosten auch dann berücksichtigt werden, wenn zwar aktuell keine berufliche Tätigkeit ausgeübt wird, die Aufwendungen aber im Hinblick auf eine zukünftige Berufstätigkeit verausgabt wurden.

Finanzgericht Köln gewährt Splittingtarif für Lebenspartnerschaft

Eingetragene Lebenspartner sind bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Rahmen der Lohn- und Einkommensteuer vorläufig wie Ehegatten zu behandeln, entschied das Finanzgericht Köln. Die Partner einer Lebenspartnerschaft wollten auf ihren Lohnsteuerkarten unter Anwendung des sog. Faktorverfahrens die Steuerklasse IV eingetragen haben, was nach der aktuellen gesetzlichen Regelung nur Ehegatten vorbehalten ist.

Einbaukosten eines Treppenschräglifts

Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Baden-Württemberg kann eine stark gehbehinderte Frau die Kosten für den Einbau eines Treppenschräglifts im Garten als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen.

Wirksame Zahlungsanweisung durch Angabe einer Kontonummer in der Steuererklärung

Mit Urteil vom 15. November 2011 hat das Finanzgericht Münster entschieden, dass das Finanzamt eine Steuererstattung nicht vom Kontoinhaber zurückfordern darf, wenn der nicht mit dem Kontoinhaber identische Steuerpflichtige diese Kontonummer in seiner Einkommensteuererklärung angegeben hatte.

Zur Teilwertabschreibung bei Aktien

Bilanzierte Wirtschaftsgüter können im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zu Lasten des Gewinns auf ihren niedrigeren Teilwert abgeschrieben werden. Von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung ist bei an der Börse gehandelten Aktien typisierend bereits dann auszugehen, wenn ...

Keine 1 %-Regelung bei Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass die 1 %-Regelung nicht anwendbar ist, wenn der Arbeitnehmer ein betriebliches Fahrzeug lediglich für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nutzt.

Anlage EÜR bleibt Pflicht

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass die Pflicht zur Abgabe der Anlage EÜR auf einer wirksamen Rechtsgrundlage beruht. Betriebsinhaber, die ihren Gewinn durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermitteln, sind damit weiterhin verpflichtet, der Einkommensteuererklärung eine Gewinnermittlung auf einem amtlich vorgeschriebenen Vordruck "EÜR" beizufügen.

BMF: Zivilprozesskosten nicht als außergewöhnliche Belastungen abziehbar

Ein aktuelles BMF-Schreiben befasst sich aufgrund der neuen BFH-Rechtsprechung mit der Berücksichtigung von Zivilprozesskosten als außergewöhnliche Belastungen.

Sachbezugswerte für Mahlzeiten im Jahr 2012

Ein aktuelles BMF-Schreiben befasst sich mit der lohnsteuerlichen Behandlung von unentgeltlichen oder verbilligten Mahlzeiten der Arbeitnehmer ab dem Kalenderjahr 2012.

Bestechungszahlungen für Promotionsannahme nicht steuerlich absetzbar

Ein Promotionsvermittler kann die Zahlungen an einen Professor für die Annahme und Betreuung einer Promotion nicht als Betriebsausgaben abziehen kann. Das geht aus einem Beschluss des Finanzgerichts Köln vom 18.11.2011 hervor.

Fahrtkosten von Leiharbeitern in tatsächlicher Höhe abziehbar

Das Finanzgericht Münster hat entschieden, dass bei Leiharbeitern, die nur bei einem Entleiher eingesetzt werden, der Werbungskostenabzug für Fahrten zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte nicht auf einen Betrag von 0,30 EUR pro Entfernungskilometer begrenzt ist. Vielmehr sind Werbungskosten in Höhe der tatsächlichen Fahrtkosten zu berücksichtigen.

Umsatzsteuer auf einbehaltene Zahlungen für nicht erbrachte Leistungen

Von einem Unternehmer vereinnahmte Entgelte unterliegen auch dann der Umsatzbesteuerung, wenn der Unternehmer die geschuldete Leistung nicht erbringt, das Entgelt aber gleichwohl behalten darf, entschied der Bundesfinanzhof.

Umsatzsteuer: Berichtigung der Bemessungsgrundlage wegen Uneinbringlichkeit im Insolvenzverfahren

Mit einem aktuellen BMF-Schreiben äußert sich die Finanzverwaltung zur die Berichtigung des Entgelts für ausgeführte steuerpflichtige Leistungen sowie zum Vorsteuerabzug.

Mietverhältnisse & Co.: Keine Rückstellungen für Verrechnungsverpflichtungen

Das Bundesfinanzministerium (BMF) nimmt mit aktuellem Schreiben Stellung zur bilanzsteuerrechtlichen Behandlung von Verpflichtungen im Rahmen von Dauerschuldverhältnissen.

Anschaffungsnebenkosten auch bei unentgeltlichem Erwerb abzugsfähig

Das Finanzgericht Münster hat klargestellt, dass Anschaffungsnebenkosten auch bei einem unentgeltlichen Erwerb abzugsfähig sind. Im Streitfall ging es um Aufwendungen im Zusammenhang mit einer Erbauseinandersetzung.

Vorsteuerabzug bei unternehmerisch und privat genutzten Gebäuden

Die Vorsteuer aus Baukosten für ein gemischt genutztes Gebäude kann nur abgezogen werden, wenn der Bauherr zeitnah entschieden und dokumentiert hat, in welchem Umfang das Gebäude unternehmerisch genutzt werden soll, entschied der Bundesfinanzhof (BFH).

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